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Gedanken zum Spruch der Woche (29.11. - 5.12.2020)

Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. (Sacharja 9,9)

In der Bildersprache des christlichen Glaubens ist das Kommen Jesu in die Welt oft mit dem Einzug eines Königs verglichen worden. Das ist ein paradoxes Bild: Jesus kommt in göttlicher Vollmacht und wird im Triumph empfangen. „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit!“ Doch das Wort aus dem Buch des Propheten Sacharja, das sein Kommen deutet, verweist auf eine Eigenart seines Königtums, die so gar nicht zu einem pompösen Einzug passt: „Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel.“

Solange biblische Symbole zum Alltag gehörten, ist dieser Kontrast kaum bewusst geworden. Man hatte sich daran gewöhnt. Heute, wo viele Menschen mit religiöser Sprache nicht mehr vertraut sind, fällt die politische Sprengkraft wieder ins Auge, die darin liegt. Dies umso mehr, als die Selbstinszenierung von Macht derzeit wieder hoch im Kurs steht.

Der von Gott gesandte König, der arm und auf einem Esel reitend Einzug hält, ist das Gegenbild des selbstherrlichen Auftretens weltlicher Machthaber aller Zeiten. Ihre Herrschaft, die das Recht und das Wohlergehen ihrer Völker gering schätzt, ist zum Untergang verurteilt, obwohl sie sich mit allen Mitteln, auch mit Gewalt zu behaupten sucht – sie kann vor Gott nicht bestehen. Der Herrschaft des Gerechten und Helfers (oder: Retters), der ohne Machtmittel, doch in der Vollmacht Gottes einzieht, gehört dagegen die Zukunft. „Die Herren dieser Welt gehen, unser Herr kommt.“ (Gustav Heinemann) Das ist die frohe Botschaft des Advents.

 

Gedanken zum Spruch der Woche (22.11. - 28.11.2020)

Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen.“ Lukas 12,35

Die Mehrheit der BundesbürgerInnen freut sich dieses Jahr nicht auf Weihnachten“, lese ich in der Zeitung. Ja, so manches werden wir diesmal schmerzlich vermissen: das unmaskierte Shoppen, die Weihnachtsmärkte, die Adventsfeiern und so manche schöne Veranstaltung. Denjenigen, die daraus normalerweise Einnahmen erwirtschaften, ist das bedrückende Gefühl gut nachzuempfinden. Aber der Ursprungssinn von Weihnachten ist dann doch ein ganz anderer. Wir gehen auf den Advent zu, das heißt Ankunft, Ankunft Gottes in der Welt. Wer einen so hohen Besuch erwartet, macht sich bereit, schnallt den Gürtel um, ist einsatzfertig und macht das Licht an, um nicht einzuschlafen und den Besuch festlich zu empfangen. Erwartung statt Resignation, Vorfreude statt Melancholie, Aufmerksamkeit statt Schläfrigkeit. Gott kommt und die darauf vorbereitet sind, bekommen das auch mit.

Gedanken zum Spruch der Woche (15.11.-21.11.2020)

"Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi." (2.Korinther 5,10a)

Die Vorstellung vom „Jüngsten Gericht“ hat Menschen jahrhundertelang in Angst versetzt, hat sie zu frommen Leistungen angetrieben oder in Verzweiflung gestürzt. Inzwischen, so scheint es, hat diese Vorstellung ihren Schrecken verloren. Man zittert nicht mehr in der Erwartung, am Ende seiner Tage von einem himmlischen Richter zu ewiger Verdammnis verurteilt zu werden. Dafür haben wir ein anderes Gericht fürchten gelernt: das unbarmherzige Tribunal der Gesellschaft, die vernichtenden Urteile, die Menschen öffentlich wie im Privaten übereinander fällen. Anschuldigungen, Verurteilungen und, als Reaktion, die Abwehr oder das Abwälzen der Schuld auf andere bestimmen zunehmend den Umgang miteinander.

Angesichts der Erbarmungslosigkeit, mit der Menschen über Menschen urteilen, ist die Botschaft vom göttlichen Gericht geradezu tröstlich. Denn der Richter, der auf dem himmlischen Richterstuhl sitzt, ist nach dem Neuen Testament niemand anderer als Jesus Christus selbst – derselbe, der den Menschen die Liebe Gottes nahe gebracht hat, der die von Schuld Beladenen zu sich gerufen hat, um ihnen zu vergeben, und der schließlich am Kreuz mit seinem Leben für unser Leben eingetreten ist.

Diesen Richter haben wir als Christen nicht zu fürchten. Wohl steht das Urteil noch aus. Doch den Maßstab seines Urteils kennen wir schon. Es ist nichts Außerordentliches, nur das eigentlich Selbstverständliche, das er von uns erwartet: Notleidende versorgen, Fremde aufnehmen, für Kranke und Gefangene da sein. Dann wird er sagen: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Geschwistern, das habt ihr mir getan.

Gedanken zum Spruch der Woche (8.11.-14.11.2020

Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ ( Matthäus 5,9)

Ich sehe den Wochenspruch und merke, ich stehe noch ganz unter dem Eindruck der vergangenen Woche. Tagelanges Warten auf den Ausgang der Wahlen in den USA. Ewig tat sich nichts im Blick auf das Verhältnis der Wahlmänner und -frauen für Biden bzw. Trump. Dann gestern der Durchbruch. Der 46. Präsident wird Joe Biden heißen. Für mich ein Grund, Gott zu danken. Nicht dass ich Biden für einen Engel halten würde, nicht dass ich mir gleich eine rosige Zukunft vorstelle, aber ich habe Hoffnung, dass er anfängt, Frieden zu stiften mit integrierenden und versöhnenden und verantwortungsvollen Worten und Taten. Ich bete zu Gott, dass ihm das gelingen möge und dass Frieden und Wahrheit sich gegen Aggression und fake news durchsetzen.

Gedanken zum Spruch der Woche (1.11.-7.11.2020)

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

(Römer 12,21)

Wie das Böse in die Welt kam, bleibt ein Geheimnis. Seine Wirklichkeit aber ist unübersehbar. In Krieg, Terror, Verbrechen und Gewalt ist das Böse in vielen Gestalten gegenwärtig, und die destruktiven Folgen menschlicher Bosheit lassen das Böse als eine geradezu übermenschliche Macht erscheinen. „Erlöse uns von dem Bösen“, beten wir im Vaterunser. Das Böse wieder aus der Welt zu schaffen wird keinem Menschen gelingen. Das kann nur Gott selbst.

Sind wir dem Bösen also ohnmächtig ausgeliefert? Der Apostel Paulus fordert die Christen in Rom auf, sich nicht vom Bösen überwinden, also: besiegen zu lassen. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten: Das Böse überwindet mich, wenn ich vor seiner Übermacht kapituliere und ihm keinen Widerstand mehr entgegensetze. Das Böse hat aber auch gesiegt, wenn ich Böses mit Bösem vergelte und damit selbst zum Anwachsen der Bosheit beitrage.

Überwinden, so meint der Apostel, lässt sich das Böse nur mit Gutem. Was wie eine Allerweltsweisheit klingt, bekommt für Paulus einen neuen, besonderen Sinn durch Jesus Christus: Er hat sich durch den Hass, der ihm entgegenschlug, und die Gewalt, die ihm angetan wurde, weder einschüchtern noch korrumpieren lassen, sondern ist bis zum Letzten für das Gute eingestanden – für die Liebe Gottes, gegen die selbst der Tod machtlos war. Die Wirklichkeit dieser Liebe, von der Christen leben, macht es ihnen möglich, Gewalt nicht mit Gewalt zu beantworten, sogar ihre Feinde zu lieben und dem Bösen so die Anerkennung seines Machtanspruchs zu verweigern.

Gedanken zum Spruch der Woche (25.10.-31.10.2020)

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: nichts als Gottes Wort hören und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“ Micha 6,8

Jeder und jede möchte sicherlich ein gutes Leben führen und eben kein schlechtes. Aber was heißt schon „gut“ im eigentlichen Sinne? Ab wann ist das Leben gut? Empfindet das nicht jede/r anders? Unsere Bundesregierung hat vor einigen Jahren eine Strategie mit Namen „Gut leben in Deutschland“ aufgelegt, aufgefächert in 12 Dimensionen: „Gesundheit; Bildungschancen für alle; gut arbeiten und gerecht teilhaben; Zeit haben; sicheres Einkommen; sicher und frei leben; zuhause sein; Zusammenhalten; Wirtschaft stärken; Umwelt schützen; gleichberechtigt leben; Frieden sichern!“ Sich für gute Lebensbedingungen einzusetzen, ist eine wichtige politische Aufgabe. Aber was ist, wenn jemand in den einzelnen Dimensionen hinter den Erwartungen zurückbleibt, also nicht die statistische Lebenserwartung erfüllt oder kein sicheres Einkommen hat oder die Umwelt als gefährdet erlebt oder, oder, oder? Ist das Leben dann nicht mehr gut? Ist das gute Leben nicht auch abhängig von der persönlichen Einstellung und dem eigenen Verhalten? Der Prophet Micha setzt auf Eigenverantwortung: Was gut ist, weißt du. Dir ist bekannt als gläubiger Mensch, was Gott von dir erwartet, was er gut findet in deiner Art zu leben, drei Dinge, mit denen das Wesentliche umschrieben ist: Gerechtigkeit üben – das solidarische Miteinander lieben – aufmerksam und bescheiden mit deinem Gott mitgehen. Dann fühlt sich das Leben gut und richtig an.

Spruch für die Woche vom 18.-24.10.2020 aus Jeremia 17,14

Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen.“

Dazu Gedanken von Jörg Zink:

Jesus war ein Heiler. Es wäre vielleicht hilfreich, wir würden, was „Sünde“ ist, nicht nur in moralischen Kategorien darstellen, sondern auch in den Kategorien der Krankheit, der Kraftlosigkeit, der Selbstzerstörung, und sagen: Heile mich. „Sie sind nicht böse, sondern krank. Sie brauchen keine Moralreden, sondern einen Arzt“, sagt Jesus über die Miserablen, denen er begegnet.“

Die Kirchengemeinde Krankenhagen unterstützt die United4Rescue

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Handarbeitsclub wieder aktiv

Handarbeiten Sie gerne in Gesellschaft? Brauchen Sie neue Ideen, Anregungen, Tipps und Hilfe bei neuen Techniken oder möchten Sie einfach mal andere Tapeten sehen? Erfahrene Strickerinnen und Handarbeiterinnen stehen Ihnen bei uns an der Seite und helfen Ihnen gerne. Unter der Leitung von Emma Harder bieten wir Ihnen ab dem 7. Januar immer am 1. und 3. Dienstag im Monat in der Zeit von 15:30 bis 17:00 Uhr ein gemütliches Treffen zum Erfahrungsaustausch, Klönen und gemeinsamen Handarbeiten im Gemeindesaal der Erlöser Kirche bei warmen und kalten Getränken. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Spieleabend im Gemeindesaal

Haben Sie Freude an Gesellschaftsspielen und Brettspielen oder spielen Sie lieber einen schönen Skat oder Doppelkopf, aber Ihnen fehlen die richtigen Partner? Unsere Kirchengemeinde in Krankenhagen bietet Ihnen die Möglichkeit in gemütlicher Runde sich der Spielleidenschaft hinzugeben. Unter der Leitung von Andrea Schermer finden Sie an kleinen Tischen verschiedene alte und neue Spiele zum Kennenlernen und Ausprobieren. Das Angebot findet immer am letzten Freitag im Monat in der Zeit von 19:00 bis 22:00 Uhr statt und ist kostenlos. Für heiße und kalte Getränke ist gesorgt. Der nächste Termin ist der 27. März. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag

Wir freuen uns mit allen Geburtstagskindern, die in diesem Jahr 70 Jahre und älter geworden sind, einen Dankgottesdienst mit anschließendem Kaffeetrinken zu feiern. Der Gottesdienst ist am 22. März um 14:00 Uhr. Es singt der Kirchenchor. Im Gemeindesaal erwarte Sie anschließend ein hausgemachtes Kuchenbüffet und fröhliche Unterhaltung.